Wirtschaft ohne Fachchinesisch
Das MACRO
Wirtschaftslexikon.
Die wichtigsten Begriffe hinter den täglichen Nachrichten. Kurz erklärt, mit Blick auf die Schweiz.
Einfach erklärt
Bruttoinlandprodukt (BIP)
Der Wert aller Waren und Dienstleistungen, die in einem Land entstehen.
Das BIP zeigt die Grösse und Entwicklung einer Volkswirtschaft. Es sagt allein aber wenig darüber aus, wie Einkommen verteilt sind oder wie nachhaltig das Wachstum ist.
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Inflation
Ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus.
Inflation wird meist mit einem Warenkorb gemessen. Einzelne teurere Produkte sind noch keine allgemeine Inflation; entscheidend ist die breite Preisentwicklung.
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Leitzins
Der Zins, mit dem eine Zentralbank die Finanzierungsbedingungen beeinflusst.
Er wirkt unter anderem auf Hypotheken, Kredite, Sparzinsen und Wechselkurse. Die Wirkung tritt meist verzögert ein.
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SNB
Die Schweizerische Nationalbank sorgt für Preisstabilität.
Die SNB legt ihre Geldpolitik für die Schweiz fest und kann dabei den Leitzins sowie Devisenmarktinterventionen einsetzen.
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EZB
Die Zentralbank des Euroraums.
Ihre Zinsentscheide beeinflussen die Nachfrage im wichtigsten Schweizer Absatzmarkt und können den Franken-Euro-Kurs mitprägen.
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Fed
Die Zentralbank der Vereinigten Staaten.
Entscheide der Fed bewegen globale Finanzierungsbedingungen, den Dollar und häufig auch Anleihen- und Aktienmärkte.
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Konjunktur
Die kurzfristigen Schwankungen der gesamtwirtschaftlichen Aktivität.
Aufschwung, Hochphase, Abschwung und Tiefphase beschreiben typische Konjunkturabschnitte. Kein einzelner Indikator erfasst sie vollständig.
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Rezession
Eine deutliche und verbreitete Abkühlung der Wirtschaft.
Zwei Quartale mit sinkendem BIP gelten als Faustregel, sind aber nicht die einzige Definition. Arbeitsmarkt, Einkommen und Produktion gehören ebenfalls zur Einordnung.
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PMI / Einkaufsmanagerindex
Eine Unternehmensumfrage zur aktuellen Geschäftslage.
Werte über 50 deuten meist auf Expansion, Werte unter 50 auf Schrumpfung gegenüber dem Vormonat. Der Index misst Richtung, nicht die absolute Wirtschaftsleistung.
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Arbeitslosenquote
Der Anteil der registrierten oder befragten Erwerbslosen.
Je nach Quelle unterscheidet sich die Definition. In der Schweiz sind die SECO-Quote und die international vergleichbare ILO-Quote nicht identisch.
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Rendite
Der Ertrag einer Anlage im Verhältnis zum eingesetzten Kapital.
Bei Anleihen bewegen sich Kurs und Rendite grundsätzlich in entgegengesetzte Richtungen. Eine höhere Rendite kann auch ein höheres Risiko spiegeln.
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Obligation
Ein handelbarer Kredit an einen Staat oder ein Unternehmen.
Der Emittent verspricht Zinszahlungen und Rückzahlung. Marktpreis, Laufzeit, Zinsniveau und Ausfallrisiko bestimmen die Rendite.
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Wechselkurs
Der Preis einer Währung in einer anderen Währung.
Ein stärkerer Franken verbilligt Importe, kann Schweizer Exporte und Auslandserträge aber belasten. Die Wirkung hängt vom Unternehmen ab.
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Zoll
Eine Abgabe auf Waren beim Grenzübertritt.
Zölle können Importe verteuern und Lieferketten verändern. Wer die Kosten trägt, hängt von Preisen, Verträgen und Ausweichmöglichkeiten ab.
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Freihandelsabkommen
Ein Vertrag zum Abbau von Handelshemmnissen.
Die praktische Bedeutung hängt vom Handelsvolumen, den betroffenen Produkten, Ursprungsregeln und tatsächlich sinkenden Hürden ab.
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Lieferkette
Alle Stationen vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt.
Störungen können Lieferzeiten, Lagerhaltung und Preise verändern. Globale Indizes fassen Transport- und Produktionssignale zusammen.
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Realzins
Der Zins nach Abzug der Inflation.
Er beschreibt näherungsweise, wie sich die Kaufkraft eines verzinsten Betrags verändert. Erwartete und gemessene Inflation können zu unterschiedlichen Realzinsen führen.
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Produktivität
Die Wirtschaftsleistung pro eingesetzter Arbeit oder Ressource.
Steigende Produktivität kann höhere Löhne und Wachstum ermöglichen, ohne dass Preise im gleichen Ausmass steigen müssen.
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